Bebi BergBiber lernt Fahrrad fahren 🚲🦫

Bebi BergBiber lernt Fahrrad fahren 🚲🦫 - BergBiber GmbH

Kapitel 1 – Eine Überraschung vor der Tür

An einem sonnigen Sommermorgen saß Bebi BergBiber gerade beim Frühstück, als ihm auffiel, dass Papa ständig aus dem Fenster schaute und dabei geheimnisvoll grinste.

„Papa, warum guckst du dauernd nach draußen?“

„Ich? Ach, nur so.“

Mama musste lachen. „Ich glaube, Papa hält es nicht mehr lange aus.“

Bebi legte neugierig sein Brötchen weg.

„Was ist denn da draußen?“

„Schau selbst nach“, sagte Papa.

Bebi sprang von seinem Stuhl, flitzte zur HaustĂĽr und riss sie auf.

DrauĂźen stand ein kleines Fahrrad.

Es hatte zwei Reifen, einen gemütlichen Sattel und vorne am Lenker eine glänzende Klingel.

Bebi blieb mit offenem Mund stehen.

„Ist das etwa … für mich?“

Papa nickte.

„Dein erstes richtiges Fahrrad.“

Bebi rannte hinaus und drĂĽckte sofort auf die Klingel.

Klingeling!

„Es klingelt!“

„Das machen Klingeln meistens“, sagte Papa lachend.

Nach dem FrĂĽhstĂĽck gingen sie gemeinsam zu einem ruhigen Weg hinter dem Haus. Bebi trug natĂĽrlich seinen Helm.

„Ich kann bestimmt sofort fahren“, erklärte er selbstbewusst. „Mit meinem Laufrad kann ich schließlich auch fahren.“

Papa hielt das Fahrrad hinten am Sattel fest.

Bebi setzte sich darauf und stellte seine FĂĽĂźe auf die Pedale.

„Bereit?“

„Bereit!“

Er trat kräftig hinein.

Das Fahrrad rollte los.

Doch schon nach wenigen Metern wackelte der Lenker nach links.

Bebi lenkte nach rechts.

Dann wieder nach links.

„Huch!“

Papa hielt ihn fest.

Bebi sah ĂĽberrascht auf sein Fahrrad.

„Das ist schwieriger als mein Laufrad.“

„Ein bisschen“, sagte Papa. „Aber das bekommst du hin.“

Sie versuchten es noch einmal.

Und noch einmal.

Nach einigen Versuchen schaffte Bebi schon eine ganze Strecke, während Papa ihn nur noch ganz leicht festhielt.

Als sie nach Hause gingen, schob Bebi sein Fahrrad stolz neben sich her.

Klingeling!

Noch konnte er nicht alleine fahren.

Aber lange konnte es bestimmt nicht mehr dauern.


Kapitel 2 – Nicht auf das Vorderrad schauen!

Am nächsten Morgen wollte Bebi sofort weiterüben.

Diesmal hielt Papa das Fahrrad nur ganz leicht am Sattel.

„Schau nach vorne“, erklärte er.

Doch Bebi starrte auf sein Vorderrad.

„Aber ich muss doch sehen, wo es hinfährt!“

„Das Fahrrad fährt meistens dorthin, wohin du schaust.“

Bebi hob den Kopf.

Vor ihm stand ein groĂźer Baum.

Und tatsächlich fuhr Bebi plötzlich genau darauf zu.

„Nicht unbedingt den Baum anschauen!“, rief Papa lachend.

Bebi lenkte schnell zur Seite.

Beim nächsten Versuch suchte er sich eine Bank am Ende des Weges als Ziel.

Er schaute nach vorne.

Trat in die Pedale.

Und plötzlich wackelte das Fahrrad viel weniger.

„Papa!“

„Ja?“

„Es funktioniert!“

Bebi wurde schneller.

Doch in einer kleinen Kurve lenkte er zu stark.

Das Fahrrad kippte zur Seite, und Papa fing ihn auf.

Bebi seufzte.

„Ich kann das doch nicht.“

Papa setzte sich neben ihn ins Gras.

„Gestern konntest du kaum geradeaus fahren. Heute kannst du schon treten, lenken und nach vorne schauen.“

Bebi dachte darĂĽber nach.

„Aber alleine fahre ich noch nicht.“

Papa lächelte.

„Noch nicht.“

Dieses kleine Wort gefiel Bebi.

Also stand er wieder auf.

„Noch einmal!“

Und genau das tat er.


Kapitel 3 – Zwei Meter ganz allein

Am Nachmittag kam Max Meerschweinchen vorbei.

NatĂĽrlich musste Bebi ihm sofort sein neues Fahrrad zeigen.

„Wow!“, sagte Max. „Kannst du schon fahren?“

Bebi ĂĽberlegte.

„Fast.“

Gemeinsam gingen sie zum Ăśbungsweg.

Max setzte sich an den Rand.

„Ich feuere dich an!“

Bebi fuhr los.

Papa hielt den Sattel.

„Los, Bebi!“, rief Max. „Du schaffst das!“

Nach einigen Versuchen sagte Papa plötzlich:

„Ich lasse jetzt ganz kurz los.“

Bebis Bauch kribbelte.

„Okay.“

Papa nahm seine Hand weg.

Bebi trat weiter.

Ein Meter.

Noch einer.

Dann hielt Papa das Fahrrad wieder fest.

„Stopp!“, rief Bebi. „Was war das?“

Papa grinste.

„Du bist gerade alleine gefahren.“

Bebis Augen wurden riesig.

„WIRKLICH?“

Max sprang auf.

„Bestimmt zwei Meter!“

Bebi konnte es kaum glauben.

Beim nächsten Versuch wollte er gleich besonders weit fahren.

Er trat viel zu schnell, wackelte und rollte direkt ins weiche Gras.

Plumps!

Einen Moment saĂź Bebi einfach da.

Dann schaute Max ihn an.

Bebi schaute Max an.

Und beide mussten lachen.

„Noch einmal“, sagte Bebi.

Dieses Mal fuhr er langsam los.

Papa lieĂź los.

Drei Meter.

Vier Meter.

FĂĽnf Meter.

Und beim letzten Versuch schaffte Bebi es sogar bis zur Bank.

„ICH FAHRE!“, jubelte er.

Papa klatschte.

Jetzt fehlte nur noch eines:

Bebi musste lernen, ganz alleine loszufahren.


Kapitel 4 – Losfahren, lenken, bremsen

Am nächsten Tag stellte Bebi sein Fahrrad auf den Weg.

Papa wollte gerade zu ihm kommen, doch Bebi hob eine Pfote.

„Warte! Ich möchte es alleine versuchen.“

Er setzte einen FuĂź auf ein Pedal.

DrĂĽckte es nach unten.

Das Fahrrad rollte.

Schnell stellte er den zweiten FuĂź auf das andere Pedal.

Wackel.

Wackel.

Und plötzlich …

… fuhr er.

„PAPA! ICH FAHRE!“

Papa lachte.

„Sehr gut! Und jetzt denk ans Bremsen!“

Bebi drĂĽckte vorsichtig die Bremse.

Das Fahrrad wurde langsamer und blieb stehen.

Bebi sprang herunter.

„Ich bin alleine losgefahren!“

Nun ĂĽbten sie Kurven.

Die erste klappte.

Bei der zweiten musste Bebi einen FuĂź auf den Boden setzen.

Die dritte war schon besser.

Nach einer Weile konnte er sogar einen groĂźen Kreis fahren.

Als Mama später mit Apfelschnitzen und Wasser vorbeikam, musste Bebi natürlich alles zeigen.

„Dann bist du ja langsam ein richtiger Fahrradfahrer“, sagte Mama.

Papa nickte.

„Wenn wir morgen noch ein bisschen üben, könnten wir vielleicht eine kleine Fahrradtour machen.“

Bebis Augen leuchteten.

„Eine richtige Tour?“

„Eine kleine.“

„Bis zum Mond?“

Papa schĂĽttelte den Kopf.

„Zum Spielplatz?“

„Vielleicht.“

Bebi ĂĽberlegte.

„Zum Eiswagen?“

Papa grinste.

„Das lässt sich möglicherweise einrichten.“


Kapitel 5 – Bebis erste Fahrradtour

Am nächsten Nachmittag war es so weit.

Bebi setzte seinen Helm auf und stellte sein Fahrrad vor das Haus.

Papa fuhr mit seinem eigenen Fahrrad mit.

„Wir bleiben auf den ruhigen Wegen und fahren langsam“, erklärte er.

Bebi nickte.

Dann setzte er einen FuĂź aufs Pedal.

Drückte kräftig hinein.

Und fuhr los.

Ganz alleine.

Der Weg fĂĽhrte am kleinen Bach entlang.

Der Wind strich durch Bebis Fell, und die Bäume zogen langsam an ihm vorbei.

„Das macht richtig Spaß!“, rief er.

Bald kam eine kleine Steigung.

Bebi trat kräftiger.

„Puh!“

Seine Beine wurden mĂĽde.

Doch er gab nicht auf.

Oben angekommen jubelte er:

„Geschafft!“

Danach ging es leicht bergab.

Bebi erinnerte sich an Papas Worte und bremste vorsichtig.

Dann bog der Weg um eine Ecke.

Bebi staunte.

Dort stand Mama.

Und direkt neben ihr …

… der Eiswagen.

„EIS!“

„Erst bremsen!“, rief Papa lachend.

Bebi hielt ordentlich an.

Mama klatschte.

„Deine erste richtige Fahrradtour!“

Bebi bekam eine kleine Kugel Erdbeereis.

Während er auf der Bank saß, schaute er immer wieder zu seinem Fahrrad.

Vor wenigen Tagen hatte Papa ihn noch festhalten mĂĽssen.

Jetzt war er damit ganz alleine hierhergefahren.

Das fĂĽhlte sich ziemlich groĂź an.


Kapitel 6 – Zwei kleine Fahrradfahrer

Am Abend war Bebi mĂĽde.

Papa setzte sich an sein Bett.

„War das ein guter Tag?“

Bebi nickte.

„Am Anfang hatte ich ein bisschen Angst.“

„Und trotzdem bist du gefahren.“

Bebi dachte nach.

„Ist das Mut?“

„Manchmal schon. Mut bedeutet nicht, dass man niemals Angst hat. Manchmal bedeutet Mut einfach, dass man etwas trotzdem versucht.“

Bebi kuschelte sich unter seine Decke.

„Und wenn man hinfällt?“

„Dann schaut man, ob alles in Ordnung ist.“

„Und dann steht man wieder auf.“

Papa lächelte.

„Genau.“

Am nächsten Morgen klingelte es schon früh an der Gartentür.

DrauĂźen stand Max.

Und neben ihm stand ein kleines Fahrrad.

„Bebi! Kommst du mit?“

Bebi strahlte.

Er setzte seinen Helm auf und schob sein Fahrrad hinaus.

Die beiden Freunde stellten ihre FĂĽĂźe auf die Pedale.

„Bereit?“, fragte Max.

„Bereit!“

Sie traten los.

Nebeneinander fuhren sie den Weg entlang.

Klingeling!

Max klingelte zurĂĽck.

Klingeling!

Bebi musste lachen.

Vor ein paar Tagen war dieser Weg noch der Ort gewesen, an dem er ständig gewackelt hatte.

Jetzt war er der Anfang eines neuen Abenteuers.

Denn Bebi hatte etwas Wichtiges gelernt:

Man muss nicht alles beim ersten Versuch können.

Manchmal braucht es ein bisschen Übung, ein bisschen Mut und jemanden, der einem am Anfang noch den Sattel festhält.

Und irgendwann kommt der Moment, in dem diese Hand loslässt …

… und man plötzlich merkt:

Ich fahre ganz allein. 🦫🚲💛

Ende.

Weiterlesen

Bebi BergBiber und das groĂźe Baumhaus-Abenteuer - BergBiber GmbH
Bebi BergBiber und die Nacht im Garten 🌙🦫 - BergBiber GmbH

Hinterlasse einen Kommentar

Alle Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.